mindestrente.net Logo

deutschland flagge

Die Bundesrepublik Deutschland hat mit steigenden Lebenserwartungen und rückläufigen Geburtenraten zu kämpfen.

In Deutschland gibt es zurzeit heftige Debatten über die Rente. Nur allzu sehr hat der deutsche Steuerzahler das Gefühl, dass, obwohl er jahrzehntelang in die Rentenkassen eingezahlt hat, am Ende gerade einmal das Existenzminimum auf ihn wartet, entgegengesetzt früherer Erwartungen.

“Der demografische Wandel trägt bittere Früchte”

Wer vor zwanzig Jahren noch dachte, dass er dieser Tage in den wohlverdienten Ruhestand versetzt wird, muss gründlich durchdenken, ob die aktuellen Renten zum Leben oder “Überleben” gedacht sind. Im Laufe der Jahre müssen in Deutschland nicht mehr vier Personen für eine Rente aufkommen, sondern zwei. Der demografische Wandel in Deutschland hat über die letzten Jahrzehnte zu dieser Entwicklung massig beigetragen, da prozentual mehr Menschen im Rentenalter sind, als arbeitstüchtige “junge Leute”, die wiederum die Renten der nächsten Generationen tragen sollen, bis sie einmal selbst auf die “Jungen” bauen müssen. Steigende Lebenserwartungen und zurückschreitende Geburtenraten bergen massive Gefahren für das Rentensystem in Deutschland.

Im Klartext bedeuten diese Fakten folgendes:

deutschland geburtenrate sinkt

Der Babyboom in Deutschland war einmal.

Im Jahr 1950 zählte die Bundesrepublik Deutschland, aufgrund der Weltkriege, nahezu doppelt so viele Menschen unterhalb des 20. Lebensjahrs, als über 60-jährige. Der sog. “Babyboom“, der seinen Beginn am Anfang der 60er-Jahre fand, hat quasi einen “Vorsprung” geschaffen, welcher jedoch nicht konstant beigehalten wurde, sondern stetig abgebaut wurde. Anfang der 60er brachte eine Frau durchschnittlich etwa 2,5 Kinder auf die Welt, während es zu Beginn des 21. Jahrhunderts gerade einmal 1,4 Kinder durchschnittlich pro Frau sind. Da nicht einmal die Zuwanderungsströme diesen Trend aufhalten konnten und auch nicht können, hat sich der “angehäufte Vorsprung der 60er” nun zum Problemfall für die jetzigen Mittzwanziger entwickelt. Diese können zum einen nicht die Renten der “60er” vollends erwirtschaften und zum anderen wissen diese, dass es ihnen später selbst in puncto Mindestrentensatz eher noch düsterer dreinschauen lässt. Im Jahr 2050 wird es hochgerechnet doppelt so viele über 60-jährige Menschen, als jüngere Menschen um das 20. Lebensjahr herum geben.

Der Staat sucht nach Lösungen – die Mindestrente in Deutschland

Die Mindestrente, nach Vorschlag der SPD, in Deutschland sieht vor, garantierte 850 Euro an diejenigen zu bezahlen, die selbst mindestens vierzig Jahre lang in Vollzeit gearbeitet haben und davon dreißig Jahre in die Rentenkassen eingezahlt haben. Für Geringverdiener und Beschäftigte (die lange Zeit arbeitslos waren) sieht die SPD eine “Solidarrente” vor, die aus dem Bundeshaushalt heraus erwirtschaftet werden soll und nach ersten Erkenntnissen etwa eine Milliarde Euro in Beschlag nehmen wird. Nach dem Vorbild anderer Staaten (u.a. Vereinigte Staaten) will die SPD ebenfalls die Betriebsrenten massiv ausbauen. So sollen zwei Prozent des Bruttolohns direkt vom Arbeitnehmer in die Betriebsrente eingezahlt werden. Diese Prozedur kann durch Widerspruch zwar umgangen werden, wird jedoch staatlich mit 400 Euro per anno gefördert. Auch sollen selbständige Frauen, die für die ihr zustehenden Erziehungszeiten ihres Kindes berufliche Auszeiten nehmen müssen, stärker als bisher vor Altersarmut geschützt werden. Die Erziehungszeiten sollen intensiver auf die Altersvorsorge angerechnet werden. Außerdem sollen krankheitsbedingte Frührentner/-innen nicht wie bisher bis zu elf Prozent Abschlag zahlen, da der Grundsatz gelten müsse “Wer krank ist, darf nicht arm werden.”

Die Gesellschaft fürchtet sich vor dem Schreckensgespenst Altersarmut

altersarmut deutschland

Die Gesellschaft fürchtet um die mögliche Altersarmut in Deutschland.

Wenn man bei den bekannten großen Suchmaschinen Informationen rund um die Thematik “Mindestrente” sucht, wird dem jeweiligen User sofort die Suche erleichtert und mehrere, bereits mehrfach geklickte, Vorschläge unterbreitet wie etwa “wie hoch ist die Mindestrente” oder Suchhinweise wie “Mindestrente in Schweiz“. Dies sind nur kleine Anhaltspunkte wie oft nach diesem gesellschaftlichen und öffentlich debattierten Problem gesucht wird. Jeder sucht nach Antworten, da es gewissermaßen jeden in Deutschland lebenden Staatsbürger betrifft bzw. betreffen wird.

Nicht selten stößt man dann bei der Suche auf verschiedene Foren, in denen bereits betroffene Menschen oder die, die es in naher Zukunft erwartet, über Ängste und Lösungsansätze ihre eigenen Debatten starten. Speziell unter den Begrifflichkeiten wie “Mindestrente Grundsicherung” werden jedermann Blogs und Kommentare über Meinungsäußerungen verärgerter Menschen aufgezeigt. Jedermann weiß, dass zukünftig die Miet- und Energiepreise weiter steigen werden. Mit der Mindestrente ist aber auch dies keine “Wohlfühl-Nachricht” in vieler Leute Augen. Der Trend geht stark in Richtung kleinerer Jobs, damit man nicht nur den Anteil der Mindestrente für sich hat, sondern weiterhin einen gewissen Standard in seinem Leben geltend machen kann.

Es bleibt abzuwarten inwieweit Industrie und Politik die Marschrichtungen vorgeben, damit Deutschland im internationalen Vergleich nicht weiter an Boden verliert. Denn solange der Trend in Richtung “Altersarmut” geht, wird es einem in Deutschland lebenden, jungen Bürger schmackhaft gemacht in einen anderen Staat auszuwandern und dort im Vorwege einen Neuanfang zu starten. Je weiter dieser Prozess voranschreitet, desto größer wird der Spagat zwischen den Rentnern und den nachrückenden Generationen in Bezug auf zukünftige Renten. Denn auch hier lauert wieder die Gefahr, dass sich diese Problematik verbreitet und bspw. andere Staatsbürger nicht mehr nach Deutschland kommen wollen, da sie in anderen Staaten besser für ihr Altersvorsorge aufkommen können.

Die Mindestrente ist ein erster, wichtiger Schritt.